VANTOR
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Nachts um Vier

VANTOR / Single / 2026

Nachts um Vier

Wenn die Stadt schläft, werden Gedanken laut. Zwischen nächtlichen Straßen, neuen Orten und der Suche nach sich selbst.

Audio folgt.

DIE WORTE DAHINTER

Lyrics.

Vier Uhr. City schläft. Ah. VANTOR. Nachts um vier, fahr allein durch die Stadt, schwarzer Wagen, Regentropfen auf Lack. Heute woll’n sie alle wissen, was ich mach, doch keiner von ihnen war da in der Nacht. Neue Suite, neue City, neuer Flug, sie sagt: „Bleib“, doch ich bleibe nie genug. Früher Minus, heute Zahlen auf der Uhr, doch ich weiß noch ganz genau, woher ich komm. Nachts um vier. Nachts um vier. Alles zieht vorbei. Schwarzer Zweiteiler, Lobby, spät, Concierge kennt den Namen, wenn die Tür aufgeht. Keine großen Worte, Bruder, alles diskret, hab zu viele kommen seh’n, sobald es aufwärtsgeht. Damals Bahn Richtung Zentrum, heute Fahrer vor der Tür, damals keiner hatte Zeit, heute haben alle Zeit für mich. Sie schreibt wieder: „Wo bist du?“, ich sag: „Irgendwo unterwegs“, zwischen Meetings, langen Nächten und ’nem Morgen, der zu früh beginnt. Neue Kontakte, neue Nummern, doch der Kreis wird immer kleiner. Viele lieben deinen Aufstieg, bis du höher steigst als sie, ja. Ich trag Erinnerung unter Stoff aus Italien, denn du kannst die Gegend verlassen, aber manche Bilder bleiben. Sie sagt: „Du bist anders als damals.“ Vielleicht. Oder heute sieht man nur, was damals keiner sehen wollte. Nachts um vier, fahr allein durch die Stadt, schwarzer Wagen, Regentropfen auf Lack. Heute woll’n sie alle wissen, was ich mach, doch keiner von ihnen war da in der Nacht. Neue Suite, neue City, neuer Flug, sie sagt: „Bleib“, doch ich bleibe nie genug. Früher Minus, heute Zahlen auf der Uhr, doch ich weiß noch ganz genau, woher ich komm. Business-Class, letzter Call, Gate schließt, zwei Stunden Schlaf, bevor die nächste Stadt mich sieht. Berlin morgens grau, später Dinner overseas, mein Kalender voll, doch manchmal fehlt genau das, was man nicht kauft. Sie kennt mich noch von damals ohne Aussicht aus der Suite, ohne Schlüssel auf dem Tisch, ohne Rechnung, die man liegen ließ. Heute fragen fremde Menschen, ob ich sie noch wiederseh, doch ich hab gelernt, dass nicht jeder, der dich feiert, mit dir geht. Money kommt, Money geht, Menschen kommen, Menschen geh’n. Manche wechseln ihre Seite, wenn sie bessere Chancen seh’n. Darum keine hundert Brüder, keine hundert Hände schütteln. Lieber drei, die mit mir standen, als die Welt auf meinen Schultern lag. Vier Uhr zwölf. Ihre Nachricht auf dem Screen: „Kommst du noch?“ Vielleicht. Denn sie kennt nicht nur, was aus mir wurde. Sie kennt, was davor war. Nachts um vier, fahr allein durch die Stadt, schwarzer Wagen, Regentropfen auf Lack. Heute woll’n sie alle wissen, was ich mach, doch keiner von ihnen war da in der Nacht. Neue Suite, neue City, neuer Flug, alles schnell, doch mir war schnell nie genug. Sie kennen Zahlen, sie kennen meinen Ruf, doch du kennst mich noch von früher. Nachts um vier. Alles zieht vorbei. VANTOR.