THE WORDS BEHIND IT
Lyrics.
Schwarze Scheiben, kalter Atem, Großstadtlichter auf Asphalt,
jeder redet hier von Freiheit, doch die Freiheit wird verwaltet.
Keine Krone, keine Ketten, kein Tyrann, den irgendwer sieht,
nur ein System, das dich nicht einsperrt, weil du freiwillig mitziehst.
Sie verkaufen dir Sekunden für ein monatliches Gehalt,
du verkaufst dafür Jahrzehnte und bemerkst es erst, wenn’s knallt.
Machst aus Lebenszeit ’ne Leistung, aus der Leistung Kapital,
aus dem Kapital ’ne Wohnung und die Wohnung zahlt die Bank.
Du kaufst Uhren für fünf Stellen, doch nicht fünf Minuten mehr,
füllst Garagen mit Maschinen, doch dein Kalender bleibt leer.
Jeder redet von Vermögen, während keiner mehr vermag,
als sein halbes Leben einzutauschen für ’nen fremdbestimmten Tag.
Immer höher, immer weiter, immer größer, immer mehr,
doch je voller ihre Häuser, desto leerer wird der Mensch.
Hundert Marken, hundert Farben, hundert Arten gleicher Wahl,
du entscheidest über Produkte, doch nicht über das Regal.
Sie verkaufen dir Entscheidungen und nennen’s Autonomie,
doch wer festlegt, was du wählen kannst, bestimmt die Strategie.
Jeder rennt hier Richtung Spitze, keiner stellt die Frage laut:
Wenn wir alle nach ganz oben wollen, wer hat dieses Oben gebaut?
DAS SYSTEM LÄUFT, wenn die schwarze Stadt schläft,
wenn das Neonlicht fällt und der Asphalt bebt.
Es verkauft dir den Traum, während es deine Zeit nimmt,
bis du irgendwann glaubst, dass du ohne nichts bist.
DAS SYSTEM LÄUFT, jede Sehnsucht gezählt,
jeder Wunsch analysiert, jede Schwäche gewählt.
Du willst Freiheit und rennst, bis du irgendwann siehst:
Der perfekte Käfig braucht keine Tür, wenn du ihn niemals verließst.
Früher brauchten sie Paläste, heute brauchen sie Server,
früher standen Wachen draußen, heute tragen wir die Sender.
Früher wusste nur der König, wer sich wann und wo bewegt,
heute zeigen wir es selber, weil der Bildschirm danach fragt.
Jeder Klick wird analysiert, kategorisiert und archiviert,
bis die Maschine deine nächste Entscheidung prognostiziert.
Was dich wütend macht, hält länger, was dich länger hält, bringt Geld,
also wird aus deiner Wut ein Wirtschaftszweig der digitalen Welt.
Aufmerksamkeit ist Währung, jede Sekunde macht Rendite,
Millionen kämpfen um dieselben Augen wie um Territorien und Gebiete.
Du vergleichst dein echtes Leben mit perfekt frisierten Bildern,
bis sie dir die Lösung verkaufen für den Mangel, den sie bilden.
Keine Mauer, keine Kette, keine sichtbare Gewalt,
denn die eleganteste Kontrolle braucht nicht einmal einen Schalter.
Wenn du selber danach verlangst, was dich bindet und regiert,
hat das System nicht dich gezwungen,
es hat deinen Wunsch programmiert.
DAS SYSTEM LÄUFT, wenn die schwarze Stadt schläft,
wenn das Neonlicht fällt und der Asphalt bebt.
Es verkauft dir den Traum, während es deine Zeit nimmt,
bis du irgendwann glaubst, dass du ohne nichts bist.
DAS SYSTEM LÄUFT, jede Sehnsucht gezählt,
jeder Wunsch analysiert, jede Schwäche gewählt.
Du willst Freiheit und rennst, bis du irgendwann siehst:
Der perfekte Käfig braucht keine Tür, wenn du ihn niemals verließst.
Wer verdient an deiner Angst? Wer profitiert von deinem Neid?
Wer verkauft dir erst das Problem und danach die Sicherheit?
Wer den Mangel definiert, kann dir die Lösung präsentieren,
wer dir sagt, du wärst nicht vollständig, kann Vollständigkeit finanzieren.
Vielleicht ist Macht nicht das Besitzen von Milliarden auf der Bank,
sondern Menschen dazu bringen, etwas freiwillig zu verlangen.
Vielleicht sitzt der wahre König nicht mit Krone auf dem Thron,
sondern schreibt die Infrastruktur und verschwindet aus der Front.
Denn sichtbare Macht wird angegriffen, unsichtbare bleibt bestehen,
wer den Rahmen kontrolliert, muss nicht selber im Gemälde stehen.
Wer die Regeln kontrolliert, muss nicht selber Sieger sein,
er bestimmt nur, welches Spielfeld existiert und wer darauf erscheint.
Keine Zahl für meinen Selbstwert, keinen Preis für meine Zeit,
denn wer nichts von ihnen braucht, verliert auch keine Freiheit.
Ihr könnt Konten multiplizieren, doch nicht Stunden reproduzieren,
wer die eigene Zeit besitzt, hat weniger zu verlieren.
DAS SYSTEM LÄUFT, doch ich lauf nicht mehr blind,
denn wer das Muster erkennt, erkennt, wo die Grenzen sind.
Keine Ketten aus Stahl, keine Mauern aus Stein,
die gefährlichsten Gefängnisse passen ins Bewusstsein hinein.
DAS SYSTEM LÄUFT, doch jetzt kenn ich den Preis,
jede Stunde meines Lebens kommt nur einmal vorbei.
Ihr könnt Zahlen vermehren, doch nicht Zeit reproduzieren,
und wer nichts von euch braucht, hat nichts mehr zu verlieren.
Nimm die Krone.
Nimm das Gold.
Nimm den Namen.
Der König ist nicht der,
der alles besitzt.
Sondern der,
den nichts besitzt.